Die Wertquote beim Stockwerkeigentum

Anlässlich der Begründung des Stockwerkeigentums wird auch die sogenannte Wertquote festgelegt. Die in Hundertstel oder Tausendstel ausgewiesene Quote beziffert den Miteigentumsanteil des einzelnen Stockwerkeigentümers an Gebäude und Boden und ist massgebend für die anteiligen Rechte und Pflichten innerhalb der Stockwerkeigentümergemeinschaft.

Insbesondere die Aufteilung der gemeinschaftlichen Unterhalts-, Betriebs- und Erneuerungskosten, inklusive Einzahlungen in den Erneuerungsfonds, erfolgt aufgrund der Wertquoten. Aber auch bei der Bemessung des Stimmrechtes bei Beschlussfassungen, welche das qualifizierte Mehr (Mehrheit der Eigentümer, welche zugleich über die Mehrheit der Wertquoten verfügen) erfordern, kommt der Wertquote eine Bedeutung zu. Und sollte die Stockwerkeigentümergemeinschaft einmal liquidiert werden, würde der Erlös ebenfalls entsprechend der Wertquoten aufgeteilt. 

Die Bestimmung der Wertquote ist gesetzlich nicht geregelt. Es soll der Anteil an der Liegenschaft und deren Wert möglichst objektiv abgebildet werden. Eine komplexe und verantwortungsvolle Aufgabe, welche in professionelle Hände gehört. Primäre Grundlage bildet die Fläche der zu Sonderrecht ausgeschiedenen Stockwerkeigentumseinheit. Daneben werden die der Einheit zugeteilten Nebenräume wie Keller, Waschküche, etc. sowie zugeteilte Benützungsrechte, wie zum Beispiel Parkplatz, Gartensitzplatz oder Dachterrasse, berücksichtigt. Zusätzlich spielen auch qualitative Gesichtspunkte wie Lage, Stockwerk, Ausstattung, etc. eine Rolle.

Die einmal festgelegte Wertquote bleibt in der Regel für den gesamten Lebenszyklus der Immobilie bestehen. Es empfiehlt sich, diese von einer neutralen Stelle mit entsprechender Fachkenntnis und Erfahrung mit Stockwerkeigentumsbegründungen berechnen zu lassen.

GRIBI Vermarktung AG