Fassadensanierung eines Gebäudes in der Stadtbild-Schonzone

Das Gebäude der Eulerstrasse 54 in Basel wurde in den 1960er-Jahren gebaut. Die Fassade des Gebäudes ist langsam in die Jahre gekommen und daher dringend reparaturbedürftig. Die Aussenhülle entspricht ausserdem nicht mehr den heutigen energetischen Anforderungen. Aus diesem Grund hat sich der Eigentümer auf Empfehlung der GRIBI Baumanagement AG hier für eine energetische Sanierung der Gebäudehülle entschieden. Es wurde eine Sanierungsvariante erarbeitet, die zudem vom Kanton Basel-Stadt mit Fördergeldern subventioniert wird.

Die bestehende Fassade ist mit Mosaikplatten bekleidet und zweifarbig. Die Fassadenseite des Gebäudes am Spalentorweg, gehört zur Schonzone des Stadtbildes und ist somit geschützt. Das heisst: Veränderungen benötigen die Bewilligung von der Stadtbildkommission des Kanton Basel-Stadt. Diese Kommission ist für die Beurteilung von baulichen und gestalterischen Massnahmen in der Schonzone des Stadtbildes zuständig.

Die Stadtbildkommission hat auch unsere Fassade geprüft und uns die Sanierung bewilligt, unter der Auflage, dass die Gestaltung der neuen Aussenhülle in einer ähnlichen Feinheit und Struktur wie die bisherige Fassade ausgeführt wird, z.B. ein strukturierter Putz und farblich abgestimmter Anstrich.

Aus diesen Bedingungen heraus haben wir, die GRIBI Baumanagement AG, dem Eigentümer ein Farb-und Materialkonzept vorgeschlagen und entsprechend drei verschiedene Strukturputze bemustert: Ein Kratzputz, ein Modellierputz mit Besenstrich-Struktur und einen Rillenputz (auch genannt Kretzliputz).

Die Liegenschaft liegt direkt an einer Durchgangsstrasse und beidseitig direkt an einem Gehweg, auf dem viele Fahrräder abgestellt werden. Aufgrund dieser Gegebenheiten vor Ort ist das Ziel der Bauherrschaft, dass die neue Fassade auf Dauer robust und möglichst unterhaltsarm ist. D.h. die ausgewählte Variante soll mit einer hohen, mechanischen Belastung beanspruchbar sein und eine geringe Anfälligkeit gegen Verschmutzungen haben.

Aufgrund dieser Vorgaben hat sich der Bauherr in Abwägung aller Eigenschaften und auf Empfehlung des Fassadenlieferanten für den Rillenputz mit Silikatanstrich entschieden, da dieser der Robusteste von allen und zusammen mit dem Anstrich am wenigsten schmutzanfällig ist.

Um ausserdem die Vorgaben der Stadtbildkommission zu erfüllen, hat man sich zudem für eine spezielle Ausführung entschieden. Es wird eine zweifarbige Strukturputzoberfläche erstellt, da die alte Fassade bereits zweifarbig war.

Im ersten Schritt wird ein weiss eingefärbter Rillenputz aufgetragen, der auf Grund seiner Zusammensetzung negativ abgerieben wird. Das heisst, während des Verarbeitens entstehen im Deckputz Vertiefungen. Anschliessend wird die Putzoberfläche mit einer anderen, etwas dunkleren Farbe übermalt.

Im Ergebnis ist der Verputz nun zweifarbig. Die Vertiefungen haben die erste, weisse Farbe und die Oberfläche hat die zweite, etwas dunklere Farbe. Mit diesem speziellen Deckputz erfüllen wir nun alle Vorgaben, sowohl von der Stadtbildkommission und als auch von der Bauherrschaft.

GRIBI Baumanagement AG